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Smart Contracts: Blockchain-Technologie verändert die DNA des Einkaufs

CAMELOT-Studie prognostiziert nachhaltige Transformation des Einkaufs durch Blockchain, Smart Contracts und Trusted Computing Appliances

Mannheim, 23.11.2017 Laut der aktuellen Einkaufsstudie des Beratungsspezialisten CAMELOT Management Consultants besitzen mehr als zwei Drittel der befragten Einkaufsverantwortlichen europäischer Unternehmen kein oder nur ein sehr geringes Wissen über die Blockchain. Dem gegenüber stehen allerdings sehr hohe Erwartungen an die neu aufkeimende Technologie. Ein zentraler Baustein im Einkauf werden zukünftig sogenannte „Smart Contracts“ auf Blockchain-Basis sein. Sie ermöglichen deutlich vereinfachte Bestell- und Freigabeprozesse sowie eine automatisierte Zahlungsabwicklung und haben das Potenzial, die DNA von Einkaufsorganisationen entscheidend zu verändern. Wesentlich für die Anwendung der Blockchain im Einkauf werden sogenannte „Trusted Computing Appliances“ sein, also integrierte Soft- und Hardware-Komponenten, die als Ergänzung zur Blockchain-Technologie für zusätzlichen Datenschutz sorgen. Für die Studie wurden im Oktober 2017 Einkaufsverantwortliche aus europäischen Unternehmen verschiedenster Größenklassen sowie der wichtigsten Branchen online befragt.

Im Zuge des gegenwärtigen Hypes um Bitcoin und Kryptowährungen dehnt sich das Interesse an der Blockchain-Technologie auch auf etablierte Unternehmensprozesse aus. Insbesondere im Einkauf und in der Logistik, beides Funktionen mit vielen unternehmensübergreifenden Schnittstellen, werden große Potenziale für die Blockchain-Technologie gesehen. Mehr als 80% der Studienteilnehmer sind sich einig, dass sich durch den Einsatz von Blockchains signifikante Prozessverbesserungen erzielen lassen. Hiervon ist laut der CAMELOT-Studie insbesondere der Purchase-to-Pay-Prozess betroffen, der durch eine nahezu vollständige Automatisierung zukünftig so gut wie überflüssig sein wird. „Wir gehen davon aus, dass sich das klassische Einkaufsmodell in naher Zukunft auf den Kopf stellen wird. Heute sind die größten Ressourcen in operativen Prozessen gebunden. In Zukunft werden diese auf ein Minimum reduziert, damit sich der Einkauf stärker auf strategische Fragestellungen fokussieren kann“, kommentiert Dr. Josef Packowski, Managing Partner bei CAMELOT, die Studienergebnisse.

Smart Contracts: disruptive Veränderung des Einkaufs
Für die befragten Einkaufsmanager sind in diesem Zusammenhang auf der Blockchain basierende „Smart Contracts“ eines der vielversprechendsten Elemente des zukünftigen Einkaufs. Bei Smart Contracts handelt es sich um Verträge, die in der Blockchain programmiert werden und automatisch für ihre Einhaltung sorgen. „Mit der Anwendung von Smart Contracts erschließen Unternehmen das gesamte Potenzial der Blockchain-Technologie. Für den Einkauf bedeutet das revolutionäre Verbesserungen“, so Ferhat Eryurt, Studienautor und Head of Procurement bei CAMELOT.

Bei der Umsetzung der Blockchain-Technologie sehen die Studienteilnehmer allerdings noch Herausforderungen: Neben Urheberrechts- und Compliance-Fragen sowie gegenwärtig noch fehlenden Standards gilt das mangelnde Blockchain-Know-how im eigenen Unternehmen als Haupthindernis für den zeitnahen Einsatz der Technologie. Eine generelle Fragestellung im Zusammenhang mit der Blockchain-Technologie ist, wie als geheim oder privat klassifizierte Daten in einer grundsätzlich verteilten und für alle Teilnehmer einsehbaren Datenhaltung zusätzlich geschützt werden können. Die Lösung sind sogenannte „Trusted Computing Appliances“, also Erweiterungen des heutigen Blockchain-Konzepts durch integrierte Soft- und Hardware-Komponenten. Der Einsatz von Trusted Computing Appliances wird der Blockchain-Technologie vor allem im Einkauf zusätzlichen Aufschwung verleihen.

Als Beratungsspezialist für Value Chain Management beschäftigt sich CAMELOT intensiv mit den Auswirkungen von neuen Technologien auf Wertschöpfungsketten. Um Kunden Orientierung im Dschungel der digitalen Möglichkeiten zu bieten, hat CAMELOT mit Digital EXPERIENCE² einen Ansatz entwickelt, der innovationsfördernde Managementberatungsansätze mit einer sogenannten „Digital Workbench“ kombiniert. Dabei handelt es sich um konfigurierbare Softwarebaukästen und Templates auf Basis neuer Technologien wie Blockchain, Künstliche Intelligenz, Digital Voice, IoT Connectivity und Cloud Technology, mit denen Unternehmen innerhalb von vier Wochen konkrete, innovative Anwendungen dieser Technologien in ihrem Unternehmen prototypisch entwickeln und validieren können. Hierbei kommen seit kurzem auch innovative Trusted Computing Appliances aus den eigenen Innovationslaboren (Camelot ITLab) und deren Entwicklungspartner zum Einsatz.

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