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Tot oder lebendig? – Wie digitale Megatrends den stationären Einzelhandel revolutionieren werden

Die Einzelhandels- und Konsumgüterbranche wird sich in den nächsten 10 Jahren stärker verändern als in den letzten 40 Jahren.

 Obwohl der Online-Handel in der Konsumgüterbranche in den letzten 10 Jahren bereits exponentiell zugenommen hat, dürfte sich das Wachstum in den nächsten Jahren weiter fortsetzen. Denn Online-Shopping ist beliebter denn je.
Für den stationären Einzelhandel bedeutet das eine Verschärfung der ohnehin schon schwierigen Situation: Trotz hervorragender Konjunktur schließen täglich neue Geschäfte und Einkaufszentren.

Ist der stationäre Einzelhandel also tot? Definitiv nicht!

Der stationäre Einzelhandel wird auch zukünftig seine Daseinsberechtigung haben. Denn im Unterschied zum Online-Shopping können die Kunden Produkte vor Ort anfassen und live erleben. Die große Zahl an Retouren im E-Commerce zeigt deutlich, welchen Wettbewerbsvorteil der stationäre Einzelhandel damit grundsätzlich besitzt. Das allein reicht allerdings nicht: Der stationäre Handel muss sich neu erfinden und sich verstärkt auf Hotspots, Flagships Stores und das Kundenerlebnis konzentrieren, um dem Online-Handel erfolgreich Paroli bieten zu können.

Konsequenterweise investiert der stationäre Einzelhandel zunehmend in eine Verbesserung des Kundenerlebnisses. Aktuell werden diverse Shopping-Szenarien getestet und hinsichtlich ihrer Benutzerfreundlichkeit bewertet.

Das folgende Szenario zeigt, wie der stationäre Einzelhandel der Zukunft aussehen könnte.

Überwältigendes Kundenerlebnis mit wegweisenden Technologien

Betritt ein Kunde das Geschäft, erkennt eine Kamera das Kundenprofil: ob männlich oder weiblich, jung oder alt, konservativ oder modisch usw.

Entsprechend den aus dem Kundenprofil abgeleiteten Interessen leitet ein Kundenleitsystem (Panels, Displays, Informationen auf dem Smartphone) den Kunden den Laden und unterbreitet ihm personalisierte Angebote. Während ein Kunde ein neues Kleidungsstück anprobiert, zeigt der Spiegel ähnliche Produkte oder zusätzliche und farblich abgestimmte Artikel der Kollektion wie zum Beispiel Jacken, Shirts, Schuhe oder Accessoires. Sobald der Kunde seinen Einkauf in den Händen hält, möchte er vielleicht dessen Herkunft und den Herstellungsort erfahren, oder, wenn es sich um Lebensmittel handelt, die komplette Lebensmittelkette nachvollziehen können. Bei Luxusgütern ist auch eine Echtheitsgarantie möglich. Neue Technologien wie z. B. Blockchain bieten hier innovative Konzepte und Möglichkeiten.

Der Kunde bestätigt anschließend den Kauf auf seinem Smartphone und kann sich nun die Ware direkt nach Hause liefern lassen und dabei weiter einkaufen. Alternativ kann er die Ware gleich mitnehmen, ohne an der Kasse anstehen zu müssen, weil die Bezahlung beim Verlassen des Ladens automatisch im Hintergrund erfolgt.

Automatisierung der Wertschöpfungskette

Auf Seiten des Stores wird jede Entnahme eines Artikels aus dem Regal sofort von Sensoren registriert, weitergeleitet und verarbeitet. Bei Überschreiten der Mindestmenge wird die Wiederauffüllung der Regale automatisch ausgelöst. Das Store Management erhält in Echtzeit Informationen via Smartphones. Eine unverzichtbare Voraussetzung für diese Funktionen ist eine präzise Stammdatenverwaltung (Master Data Management, MDM), die bedeutender denn je wird.

Der Einsatz von Robotern und die automatische Wiederauffüllung der Regale werden aktuell getestet. Schon bald wird es möglich sein, die gesamte Wertschöpfungskette zu integrieren und weitgehend zu automatisieren. Zudem können Läden rund um die Uhr mit nur wenigen Angestellten und einem neuen Service-Niveau betrieben werden.

Mit neuen Geschäftsmodellen Kunden zurückgewinnen

Neue Technologien ermöglichen es darüber hinaus, den Online-Handel mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. Im Web sind es die Verbraucher gewohnt, detaillierte Produktinformationen zu erhalten, kombiniert mit nützlichen Tipps und Empfehlungen, z. B. über Wein und seine besonderen Merkmale, Rebsorte, Keller- und Trinktemperatur, aber auch passende Menüvorschläge und die Möglichkeit, die benötigten Zutaten direkt zu bestellen. Derartige Webshop-Funktionen sind auch im stationären Einzelhandel integrierbar. So entsteht für den stationären Handel ein neues Geschäftspotenzial – und: er ist und bleibt die Bühne, auf der Produkte in der realen Welt präsentiert werden und die Verbrauchern ein besonderes Erlebnis bietet, das sie online in der Form nie haben werden.


Über die Autoren

Anna Steinhoff ist eine erfahrene Management-Beraterin bei CAMELOT mit Fokus Konsumgüterindustrie. Ihre Blog-Beiträge begleiten Leser auf einer Reise in die Digitalisierung – mit spannenden Einblicken in die neuesten Trends und Themen sowie Ausblicke auf zukünftige Entwicklungen und ihren Einfluss auf die Konsumgüterindustrie.
(Kontakt: aste@camelot-mc.com)

Peter Harder ist Partner für die Konsumgüterindustrie bei CAMELOT Management Consultants. Er besitzt einen Master in Wirtschaftswissenschaften der Universität St. Gallen (Schweiz) und blickt auf mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Unternehmensberatung zurück mit erfolgreichen großen Business- und SCM-Transformationsprojekten bei globalen, internationalen und nationalen Unternehmen. Als CAMELOT-Partner ist er verantwortlich für die Entwicklung, Verbreitung und Umsetzung innovativer Konzepte in der Konsumgüterbranche. Sein besonderes Augenmerk gilt der Digitalisierung und dem Supply Chain Management mit seinen Prozessen, z. B. Demand-Driven LEAN Supply Chain Management. Peter Harder ist zudem ein inspirierender und visionärer Redner auf zahlreichen führenden Fachkonferenzen.
(Kontakt: phar@camelot-mc.com)

 

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