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Interview with Managing Partner Marcus Meissner

The German Emirates Club, with its 10,000 members, maintains a close partnership with Camelot Management Consultants Middle East for many years. The GEC has asked our Managing Partner, Mr. Marcus Meissner, for an interview and met him in the hotel “The Ritz-Carlton DIFC”.

Please find the full interview in German below:

Liebe Clubmitglieder,

seit vielen Jahren pflegt der German Emirates Club eine enge Partnerschaft zu Camelot Management Consultants Middle East. Camelot Management Consultants ME gehört zur weltweit tätgen CAMELOT-Gruppe und ist eine kompetente Managementberatung mit Fokus auf die Chemie-, Pharma- und Konsumgüterbranche.

Wir haben den Managing Partner von Camelot Management Consultants ME, Herrn Marcus Meissner, zu einem Gespräch gebeten und ihn im Hotel “The Ritz-Carlton DIFC ” getroffen:

Frage GEC: Herr Meissner, Sie sind seit 2007 bei der CAMELOT Group beschäftigt. Welche Position bekleiden Sie und was bringt Sie nach Dubai?

Marcus Meissner: Bereits im Jahr 2001 kam ich zum ersten Mal mit der Region in Kontakt und konnte erste Erfahrungen bei verschiedenen Kunden sammeln. Meine Faszination und Interesse für die Region war schon zu diesem Zeitpunkt sehr groß. 2007 kam ich zu Camelot, wo ich als erstes das Schweizer Büro aufgebaut habe: von gerade einmal 2 Mitarbeitern und einem Standort wuchsen wir zu 2 Standorten mit mehr als 25 Mitarbeitern heran. 2010 fiel dann die Entscheidung, dass ich die Region im mittleren Osten mit Fokus vorerst auf VAE und KSA aufbauen werde. Anfang 2012 bin ich dann mit meiner Familie hierher gezogen und verantworte die Region Middle East, Africa & Asia als Managing Partner aus Dubai heraus.

Frage GEC: Was haben Sie vorher gemacht?

Marcus Meissner: Ich bin seit mehr als 18 Jahren im Beratergeschäft und war zuvor in verschiedenen Positionen in der Industrie tätig. Angefangen mit einer Industriekaufmannslehre beim Stammwerk Frankfurt der Hoechst AG, bin ich nach einigen Jahren in die Beratung gegangen und habe Integrationsthemen, SCM und Management Beratung betrieben. Seit mehr als 12 Jahren arbeite und lebe ich im Ausland als Partner verschiedener Beratungshäuser in Städten wie Houston und Philadelphia, USA, sowie Zürich, Schweiz und derzeit in Dubai.

Frage GEC: Seit wann ist CAMELOT in Middle East tätig?

Marcus Meissner: Unser offizieller operativer Start in der Region war im Jahr 2011. Aber bereits 2007 konnte die Camelot in Middle East einen Kundenstamm aufbauen und erste Projekte erfolgreich abschließen.

Frage GEC: Wieviele Mitarbeiter haben Sie in Middle East?

Marcus Meissner: Zurzeit beschäftigen wir im Dubai Office 10+ Berater. Bedingt durch die hohe Nachfrage nach Beratungsprojekten sind wir jedoch stark wachsend.

Frage GEC: Wieviele Weltweit? Und wieviele Mitarbeiter direkt in der Beratung am Kunden?

Marcus Meissner: Die Camelot Gruppe beschäftigt weltweit insgesamt mehr als 1.500 Berater, darunter etwa 280 in Deutschland und der Schweiz. Unser globaler Schwerpunkt liegt vor allem auf Europa, USA und Middle East.

Frage GEC: Was macht CAMELOT eigentlich genau?

Marcus Meissner: Wir sind eine führende Management Beratung im Bereich Supply Chain Management in den Fokusindustrien Chemie, Life Science und Konsumgüter. In der Region sind wir die Ansprechpartner für Logistikstrategien im Infrastrukturbereich in den Industrial Cities und Rail bezogenen Themen. Logistikdienstleister fragen uns genauso an, wie Industrieunternehmen und staatliche Einrichtungen wenn es um Themen rund um Markteintritt, Wachstum und Logistics Connectivity geht.

Frage GEC: In welchen Ländern in Middle East ist CAMELOT hauptsächlich aktiv?

Marcus Meissner: Zurzeit sind wir vor allem in Saudi Arabien und VAE mit unserem Projektgeschäft unterwegs. In diesen Ländern stecken die meisten Investitionen in Infrastruktur etc.. Aber auch im Oman sind wir immer mehr präsent.

Frage GEC: Welche Themen bearbeiten Sie als Beratungsunternehmen bzw. zu welchen Themen sollten Kunden auf Sie zugehen?

Marcus Meissner: Alle Supply Chain Management Themen eines Unternehmens. Durch unseren momentanen Projektfokus können wir vor allem aus dem Bereich Logistik und SCM Erfolge und aussagekräftige Referenzen vorweisen.

Frage GEC: Wie kann man sich Ihre Beratung an einem konkreten Beispiel vorstellen?

Marcus Meissner: Wir entwickeln derzeit eines der größten Logistics Hubs der Region, welches in Yanbu unter der Schirmherrschaft der Royal Commission in Saudi Arabien gebaut wird. Es wird eine Gesamtinvestitionssumme von ca. US$ 12 – 15 Mrd. und eine Gesamtfläche von weit mehr als 50 km² bis 2030 umfassen.

Frage GEC: Woran mangelt es den meisten Unternehmen in der Region bei der Umsetzung Ihrer Geschäfte?

Marcus Meissner: Integration innerhalb Ihrer Wertschöpfungsketten und die Integration zu Ihren Geschäftspartnern. Zudem ist in der Region die Einbindung und Integration von Sea, Rail, Road und Port noch nicht auf dem Niveau, wie wir sie brauchen.

Frage GEC: Mit dem Beruf des Beraters schwingt für viele ein gewisser Nachhall mit, nach dem Motto „Wissen alles, schreiben hohe Rechnungen und wenn es nicht funktioniert hat war der Kunde schuld und hat etwas in der Umsetzung falsch gemacht“. Wie ist Ihre Meinung dazu?

Marcus Meissner: Dies ist leider ein weit verbreitetes Vorurteil. Es ist immer Teamarbeit, Kunde und Berater. Die Zielsetzung am Anfang eines Auftrags ist einer der wichtigsten Schritte. In vielen Regionen werden Berater engagiert, um unangenehme Rationalisierungsprogramme zu fahren, um dann anschließend die Berater verantwortlich zu machen, dass man sparen muss. Das ist opportun, da der Berater wieder geht und man einen „Schuldigen“ gefunden hat. In der Region hier geht es aber um Wachstum und neue noch nicht regional vorhandene Lösungen. Dazu braucht es „Expats“, und wir als Berater sind schnell und flexibel als Experten einsetzbar. Aber es kommt immer auf das jeweilige Beraterteam an, ob ein Projekt am Ende erfolgreich ist. Deshalb mein Ratschlag für Sie: Wählen Sie immer das Beraterteam, welches lokale Expertise besitzt und lassen Sie sich nicht von dem Namen der Beratungsfirma und derem globalen Team blenden.

Frage GEC: Sie waren auf unserem Wirtschaftsforum – Logistik im Januar 2015 einer der Experten. Danke, daß Sie sich hierzu zur Verfügung gestellt haben. Beim Wirtschaftsforum standen diverse Fragen im Vordergrund, die aber im Kern auf einen Punkt abzielten: Werden sich die Logistikkosten für importierende Händler in Middle East bis 2020 erhöhen oder nicht? Wie ist Ihre Einschätzung hierzu?

Marcus Meissner: Leider ja, die Preise vor allem in den VAE steigen, somit auch die Kosten. Es fehlt an Alternativen, wie man importieren kann. Erst mit der Einführung des GCC Bahnnetzwerks erwarte ich mehr Wettbewerb und somit fallende Kosten.

Frage GEC: Welchen Einfluss haben äußere Einflüsse wie zum Beispiel die politische Umgebung, der Ölpreisverfall, der Währungsverfall des Russischen Rubel oder des EURO und die sehr niedrigen Refinanzierungssätze der Banken?

Marcus Meissner: Ich bin SCM Experte, deshalb erlauben Sie mir bitte auf diese Frage aus dieser Perspektive zu antworten: In der Region wird die mögliche Öffnung Irans, der Ölpreis und die Etablierung eines Streckennetzes der Bahn die größten Auswirkungen auf unser tägliches Leben sowie auf das Geschäftsleben haben.

Frage GEC: Sehen Sie eine neue Weltwirtschaftskrise auf uns zukommen wie zuletzt in 2009, mit Auswirkung in der Region?

Marcus Meissner: Wenn ich dies so genau vorhersagen könnte, wäre ich wohl jetzt bereits in Rente und bräuchte nicht mehr zu arbeiten. Keiner der sogenannten Experten hat globale Ereignisse wie den Verfall des Ölpreises oder etwa die Syrienkrise, etc., vorhergesagt. Deshalb nur eins, seit 2009 wissen die Märkte, die Investoren und der Staat, dass sowas wieder passieren kann. Deshalb ist Diversifizierung immer gut und man bereitet sich jetzt besser vor, erarbeitet sich „what-if“ Szenarien, um unter anderem schneller reagieren zu können. Wir unterstützen Sie dabei gerne.

Frage GEC: Ihr Unternehmen ist seit vielen Jahren Clubpartner des German Emirates Club und unterstützt den Club als Zentrum der Deutschen, Österreicher und Schweizer Gesellschaft hier im Land, wofür wir Ihnen sehr dankbar sind. Was sind die Hintergründe?

Marcus Meissner: Wir sind ein deutsches Unternehmen, mit Hauptsitz in Mannheim. Da ist es selbstverständlich, dass wir in der „Ferne“ auch gemeinsam versuchen uns gegenseitig abzustimmen und zu begegnen. In der Region kann man nur durch persönliche Kontakte, Gespräche, Hintergrundinformationen und ungefilterte Meinungen erfolgreich Geschäfte machen. Der GEC bietet eine perfekte Austauschplattform und mit den zahlreichen Veranstaltungen ist es möglich, sich mit anderen Expats auszutauschen. Hierfür ein großes und herzliches Dankeschön und weiterhin so viel Erfolg.

Herr Meissner, herzlichen Dank für das interessante Gespräch…

Das Gespräch führte Jan A. Hussing, Founder & CEO – German Emirates Club (am 25.05.2015)

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